Restaurieren einer Bell Huey Cobra aus der Herstellung von Dieter Schlüter

20.3.2008
Die Restaurierung der Schlüter-Cobra beginnt mit dem Wiegen :
Komplett mit Hegi-Kopf (der Originalkopf ist noch unterwegs) : 5320g.
Nach Ausbau aller nicht verklebten Teile wie Getriebe, Motor, Heckrotor mit Welle, Tank, zwei Servos und Kleinteilen wiegt der Rummpf 2560g.
Als alles herausgebrochen ist, was nicht in der Originalanleitung zu finden ist, also doppelte Wandung u.ä. : 2180g.

21.3.2008
In der Nase ist Blei mt Harz eingegossen, der ganze Kinnturm ist ausgefüllt. Blei und Harz habe ich zunächst mit 8mm ausgebohrt : 1930g.

22.3.2008
Blei, Harz, und die Messingröhrchen für das Bugrad sind mit einem Stechbeitel und einer Miniflex weitestgehend entfernt. Ebenso ist das Innere des Rumpfes überwiegend von Kleber-, Holz- und Styropor-Resten befreit. Allerdings musste auch der Spant (1) heraus. Er war durch das Herausbrechen des Harzes beschädigt und für die restlichen Säuberungen des Kinnturms im Weg - also gibt es besser einen neuen.
Gewicht : 1710g.
Als nächstes steht Schleifen an ...

24.3.2008
Das metallene Getriebe habe ich in Wasser mit zwei Corega-Tabs eingelegt, mal sehen, was nach 24 Stunden daraus geworden ist. Das Entlüftungsloch ist mit einem Zahnstocher verschlossen.
Im Fundus habe ich ein Heckrotorgeriebe mit Alugehäuse gefunden - ein exakter Nachbau des Originals, aus dem Anfang der 1970er Jahre.

25.3.2008
Nach einer halben Stunde Arbeit mit dem Schwingschleifer und 40er Papier sind ca. 20g Farbe weg : 1690g.
Von Sebastian Zettl habe ich das Gebläsegehäuse seiner Schlüter-Cobra zum Nachbau bekommen. Auch er ist wieder fleissig am Restaurieren.
Das Getriebe sieht nach der Chemiekur über Nacht leider nicht so gut aus, wie ich es mir erhofft hatte. Mit einer Messingbürste ging noch etwas Patina ab. Der Durchbruch kam aber wie immer zuletzt - nämlich beim Händewaschen. Mit einer harten Zahnbürste und ganz profaner Handwaschpaste aus dem Baumarkt gingen auch noch die verklebten Ölreste weg. Leider war ich nicht ganz gründlich, ein paar Ecken habe ich übersehen ...

Im Fundus fand ich die Gummipuffer fürs Trainingsgestell und einen restaurierbaren kompletten Heckrotor.

27.3.2008
Gestern habe ich weitere halbe Stunde Lack abgeschliffen : 1630g. Diesmal habe ich mich nur auf die linke vordere Seite konzentriert, das Ergebnis ist vielversprechend.
Von Ewald Glanzer ist der alte Schlüter-Rotorkopf zurückgekommen - wunderschön aufgearbeitet!

1.4.2008
Nach etlichen Stunden Arbeit mit dem Schwingschleifer und mit der Hand sind jetzt noch 1570g vom Rumpf übrig geblieben. Die linke Seite ist fast fertig, bei der rechten Seite ist noch ca. ein Drittel mit Lack bedeckt.

6.4.2008
Weitere Stunden des Schleifens, fast ausschließlich mit der Hand, liegen hinter mir. Der Rumpf ist jetzt außen praktisch völlig vom Lack befreit. Einige Stellen kann ich erst schleifen, wenn ich sie von innen repariert habe. An der Heckflosse ist noch einiges an Spachtel und Holzresten. Gewicht : 1515g.

© Uwe Jantzen 28.2.2013